Kind und Karriere lassen sich in Deutschland kaum vereinen


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Kind und Karriere

Viel zitiert wurden sie bereits: Die Frauenquoten in deutschen Firmen. Mehr Frauen sollen auf Top-Manager-Positionen eingestellt werden. Doch die Realität sieht anders aus. Die Frauenquote bleibt gering, geht sogar seit einiger Zeit wieder zurück: Grund dafür: Frauen sehen nicht, dass Kind und Karriere sich vereinbaren lassen. Zu starr sind die Vorgaben zu Arbeitszeiten und Präsenzpflicht in der Firma, da ändert auch das Home Office kaum etwas.

 

Wie können Kind und Karriere vereint werden?

Um Kind und Karriere zu vereinen, müssten Großunternehmen und Konzerne, die aufgrund des Fachkräftemangels auch auf weibliche High Potentials angewiesen sind, einiges ändern. Dazu zählen etwa die Einrichtung von Betriebskindergärten, die für kurze Wege sorgen, das Angebot flexibler Arbeitszeiten, die sich gerade Mütter individuell einteilen können und die Möglichkeit, einige Arbeiten auch zu Hause erledigen zu können. So kann die Mutter eines kranken Kindes in dessen Schlafphasen auch vom Home Office aus arbeiten. Genau das ist aber noch immer nicht üblich, weshalb viele Frauen der Meinung sind, dass Kind und Karriere eben nicht zusammen passen.

 

Bereits im Studium resignieren Frauen

Viele Frauen geben den Wunsch von Kind und Karriere bereits im Studium auf und entscheiden sich für eines von beidem. Denn beides zusammen scheint absolut nicht funktionieren zu wollen, wie vielen schon im eher theorielastigen Studium deutlich wird. Darüber hinaus wollen wieder mehr Frauen Zeit für ihren Nachwuchs haben, insbesondere nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren.

Wenn Frau aber in dieser Zeit aussetzt, fehlen ihr gleich mehrere Jahre in ihrer beruflichen Laufbahn. Diese wieder aufzuholen, gestaltet sich als äußerst schwierig und viele Unternehmen weigern sich von vornherein, Mitarbeiter einzustellen, die eine Pause eingelegt haben.

 

Klappt es mit Disziplin, Kind und Karriere zu vereinen?

Da stellt sich die Frage, wie einige Vorzeige-Power-Frauen es dennoch schaffen, Kind und Karriere zu vereinbaren. Reicht die Disziplin alleine aus? Gelingt es wirklich, einen minutiös durchgeplanten Tag mit Kind und Kegel einzuhalten? In den meisten Fällen leider nicht, da wird verschlafen, da gibt es Bauchschmerzen, da wird gemeckert, weil das Kind die zurechtgelegten Sachen nicht anziehen will usw.. Verspätungen sind so quasi vorprogrammiert. Auch das Aufteilen der Hausarbeit funktioniert oft nicht so, wie ursprünglich gedacht.

Doch selbst wenn im privaten Bereich alles wie am Schnürchen läuft, so hapert es am Arbeitsplatz. Da werden zu lange Arbeitszeiten und regelmäßige Überstunden vorausgesetzt, da bleibt die Beförderung aus, eben weil die Mitarbeiterin aufgrund ihres Nachwuchses mehrfach krankgeschrieben war usw.